Geschichte


Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwas 500 Jahre n.Chr. zurückreichen. Chinesische Mönche, die aus politischen Gründen keine Waffen tragen durften, entwickelten im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Durch die langjährige Übung verschiedener Körperteile wie Hände, Ellbogen und Füße wurden sie zu waffenähnlichen Verteidigungswerkzeugen. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" soviel wie "der Weg der leeren Hand". Das heißt der Karateka (Karatekämpfer) kämpft nicht mit Waffen, sondern nur mit seinen Händen.

Dass die langjährige Übung verschiedene Körperteile wie Hände, Ellbogen und Füße zu waffenähnlichen Verteidigungswerkzeugen macht, liegt in den Wurzeln der asiatischen Selbstverteidigung.

Verschiedene Gesichtspunkte

 

Selbstverteidigung

Karate ist eine wirksame und moderne Selbstverteidigung. Dabei sind Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Gelassenheit wichtiger als Körpergröße und Kraft. Dieser Aspekt des Karate macht die Kampfkunst insbesondere für Frauen und Mädchen so interessant.


(Wett-)Kampfsport

Sportkarate ist heute am bekanntesten, während das japanische Karate als Kampfkunst jahrhundertealte Tradition hat, ist Karate als Sportart gerade mal wenige Jahrzehnte alt: Die erste sportliche Meisterschaft wurde 1967 von der "Japan Karate Association" (JKA) veranstaltet. Sportkarate wurde von den klassischen Meistern immer abgelehnt, da die wettkampforientierten Stile mit der Zeit nicht nur ihre Selbstverteidigungseffizienz verlieren, sondern auch alle anderen Werte aufgegeben werden.


Fitnesstraining und Ausgleichssport

Durch das Training wird der Körper beansprucht, der Wille gestärkt und der Geist erzogen. Als ganzheitliche Methode ist die Ausübung des Karate besser als die meisten anderen Sportarten. Die Verletzungsgefahr ist wesentlich geringer, als beispielsweise beim Fuß- oder Handball. Daher ist Karate für alle gleichermaßen geeignet: für jung und alt, für Frauen und Männer.

Goju-Ryu

 

Goju-Ryu ist eine der vier großen japanischen Stilrichtungen. Andere Stile sind: Shotokan, Shito-Ryu und Wado-Ryu.

Goju-Ryu ist ein Karate-Stil, der technisch komplett ist. Ein besonderes Merkmal des Goju-Ryu sind seine charakteristischen und starken Atemtechniken. Das Erlernen der korrekten Atmung ist äußerst wichtig für jeden Karateka, denn ohne die richtige Atemtechnik bleiben viele Techniken oberflächlich und wirkungslos. Außerdem ist der Goju-Ryu-Stil bekannt für seine nahkampfbezogenen Techniken, die einen festen Bestandteil des Trainings ausmachen. "GO" bedeutet "hart", während "JU" "weich" bedeutet. Das Wort "RYU" steht für "Stil". Wörtlich übersetzt bedeutet Goju-Ryu also "Hart-Weich-Stil".

Das "Herzstück" des Goju-Ryu, sind die beiden "Atemkatas" Sanchin und Tensho.Wobei Sanchin das "GO" verkörpert, während Tensho für das "JU" steht. Da aber wegen des universellen harmonischen Gleichgewichts "GO" nicht ohne "JU" sein soll, wird z.B. bei Sanchin nach der starken Muskelanspannung ("GO") und der z.T. extrem tiefen und starken Atmung (Ibuki) ein völlig entspannter und ruhiger Zustand ("JU") erreicht. Umgekehrt wird bei Tensho weich und fließend ("JU") geatmet und so arbeitet auch die Muskulatur. Nach Beendigung von Tensho ist die Grundspannung im Körper höher als bei Sanchin und somit erfüllt sich wie bereits bei Sanchin das Ganzheitsprinzip von "GO" und "JU" auch bei der Kata Tensho.

Grundlagen der Goju-Ryu Katas

 

Die typischen Merkmale des Goju Ryu sind:

Die Gegensätze GO (hart) und JU (weich). Besonders deutlich wird dies in den "Herzstücken" des Goju Ryu - in den Katas Sanchin (hart) und Tensho (weich).

Durch den Wechsel zwischen stabilen, kraftvollen Stellungen (Sanchin-Dachi, Shiko-Dachi) und flexiblen Stellungen (Neko-Ashi-Dachi), werden schnelle und geschmeidige Nachfolgetechniken ermöglicht.

Es werden im wesentlichen kraftvolle Stände in Kombination mit kurzen Techniken (Ura-Zuki, Uraken, Empi-Uchi etc.) verwendet.

Eine zentrale Stellung des Goju Ryu ist der Sanchin-Dachi. Dieser ist zwar ungeeignet zum Überwinden größerer Distanzen, bildet aber das Fundament für eine starke Armtechnik und kann durch minimale Bewegungsveränderung auch als Schutz gegen Angriffe zum Unterleib verwendet werden.

Einer weichen Abwehr- oder Ausweichbewegung folgt ein harter Gegenangriff.

Häufige Anwendung von kurzen, starken Fauststößen und Nahkampftechniken.

Abwehrtechniken bestehen vorwiegend aus runden oder kreisrunden Armbewegungen (Soto-uke, Kake-uke, Mawashi-uke).

Fusstechniken zielen nicht höher als bis zum Solar Plexus.

Chinesische Atemtechniken wie Qi Gong spielen eine tragende Rolle und sind sehr direkt in die Goju-Ryu Katas übernommen worden (z.B Sanchin oder Tensho). Die richtige Spannung und Entspannung des Körpers und des Geistes wird erst durch eine korrekte Atmung möglich. Ohne die richtige Atemtechnik bleiben viele Techniken oberflächlich und wirkungslos.

Liste der Goju-Ryu Katas

 

Kihon Katas

Gekisai-Dai-Ichi
Gekisai-Dai-Ni


Kaishu Katas

Saifa
Seienchin
Sanseru
Shisochin
Seisan
Sepai
Kururunfa
Suparinpai


Tanren Katas

Sanchin
Tensho

Die Graduierungen (Gürtel)

 

Deshi (Schülergrade)

9 Kukyu (weiß)
8 Hachikyu (gelb)
7 Shichikyu (orange)
6 Rokkyu (grün)
5 Gokyu (blau)
4 Shikyu (blau)
3 Sankyu (braun)
2 Nikyu (braun)
1 Ikkyu (braun)

Sempai (Technische Meistergrade)

Sempai bedeutet "voraus Gefährte/Kamerad"
1 Shodan
2 Nidan
3 Sandan
4 Yondan

Sensei (Geistige Meistergrade)

Sensei bedeutet "voraus leben"
5 Godan
6 Rokkudan
7 Shichidan
8 Hachidan
9 Kudan
10 Judan

Kontakt

Für telefonische Auskünfte und Fragen zum Training:
Peter Dickau (02 12) 68 92 75 57
oder einfach per E-Mail: info@karateclub-haan.de

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Impressum

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